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Feuerwehr: Gemeinsam schnelle Hilfe leisten

1-1-2: Bist Du dabei?

[Berlin, den 30. Juni 2017] Seit Ende 2008 ist die Feuerwehr in jedem Mitgliedsland der Europäischen Union einheitlich unter der Rufnummer „112“ zu erreichen. In Deutschland hat sie vor allem die Aufgabe, bei Feuern, Unfällen oder Naturkatastrophen schnellstmögliche Hilfe zu leisten – die Rettung von Menschenleben hat immer Vorrang. Sie bietet neben hauptberuflicher Tätigkeit (meist in Städten) auch Ehrenamtlichen in der Freiwilligen Feuerwehr (vor allem in kleineren Gemeinden) die Möglichkeit des Einsatzes. Schon Jugendliche können praktische Erfahrungen sammeln und sich freiwillig engagieren: Die Jugendfeuerwehr braucht Nachwuchs! Um auch schon Kinder für diese wichtige Aufgabe zu interessieren und das herausragende Engagement der Feuerwehrleute zu würdigen, hat POLOLO zum Sommer 2017 seine Kollektion um die „Feuerwehr“-Hausschuhe in den Größen 18/19 bis 32/33 erweitert.

Jugend- und Kinderfeuerwehren

Im Jahr 1882 soll die erste deutsche Jugendfeuerwehr auf der Nordseeinsel Föhr gegründet worden sein – damit ist sie mutmaßlich die älteste in Europa. Diese Gründung erfolgte aus ganz praktischen Gründen, denn die Männer der Insel waren meist als Seeleute unterwegs, weshalb Jugendliche den heimatlichen Brandschutz übernehmen mussten. Als erste moderne Jugendfeuerwehr gilt die 1953 in Niebüll (Schleswig-Holstein) gegründete.

Jugendfeuerwehren sind Abteilungen der jeweiligen Freiwilligen Feuerwehr. Sie sollen Jugendliche für den Einsatz so vorbereiten, dass sie im passenden Alter mit entsprechender Qualifikation die Freiwillige Feuerwehr unterstützen und dann auch in diese überwechseln können. Bei Eintritt sollten Jugendlichen mindestens zehn Jahre alt sein (es gibt auch Bundesländer, in denen zwölf Jahre als Mindestalter gelten). Mit 16 bzw. 18 Jahren kann dann je nach Bundesland ein Mitglied der Jugendfeuerwehr in den aktiven, freiwilligen oder berufsmäßigen, Feuerwehrdienst übernommen werden.

Vereinzelt gibt es sogar „Kinderfeuerwehren“, so dass schon ab sechs oder acht Jahren die Feuerwehr spielerisch kennengelernt und das richtige Verhalten in Gefahrensituationen eingeübt werden kann.

Nachwuchsförderung wichtiger als je zuvor

Die Feuerwehr soll im Brandfall spätestens zehn Minuten nach dem Notruf am Einsatzort sein. In Städten mit weniger als 100.000 Einwohnern steht dafür allein die lokale Freiwillige Feuerwehr zur Verfügung. Es hat leider schon Fälle gegeben, dass Orte unlösbar unter Nachwuchsproblemen litten und ihre eigene Freiwillige Feuerwehr daher schließen mussten – und nun im Notfall auf Hilfe aus benachbarten Gemeinden angewiesen sind.

Freiwillige Feuerwehren bestehen aus ehrenamtlichen, d.h. unbezahlten Mitgliedern, die möglichst jederzeit einsatzbereit sein sollen. Ihre Alarmierung erfolgt über Sirenen, Funkmeldeempfänger oder auch per SMS. Durch regelmäßige praktische Übungen und theoretischen Unterricht vertiefen die Mitglieder ihr Können und Fachwissen. Beides unterliegt regelmäßigen Leistungsnachweisen, wobei auch die Sportlichkeit unter Beweis gestellt werden muss.

Das Wecken des Interesses schon bei Kindern und das praktische Heranführen von Jugendlichen an die Aufgaben der Feuerwehr ist aufgrund der aktuellen demographischen Entwicklung von geradezu existenzieller Bedeutung, um insbesondere den Personalsorgen der kleineren Freiwilligen Feuerwehren nachhaltig zu begegnen und so die Einsatzbereitschaft der rasanten Retter auf dem Lande zu sichern.

Retten – Löschen – Bergen – Schützen

Die vier Hauptaufgaben der Feuerwehr sind
- das Retten, d.h. Erste Hilfe bei Bränden, Überschwemmungen und Unfällen sowie die Befreiung aus Zwangslagen,
- das Löschen von Feuern mit Hilfe spezieller Ausrüstung
- das Bergen insbesondere von Sachen und auch Tieren
- das Schützen möglichst durch vorbeugende Maßnahmen, z.B. durch Brandsicherheitswachen bei öffentlichen Veranstaltungen, aber auch Brandschutzerziehung, um auf Gefahren hinzuweisen und richtiges Verhalten in Notsituationen zu vermitteln.
Da im Vergleich zu früher die Zahl der Löscheinsätze zurückgegangen ist, hat die Feuerwehr zahlreiche technische Hilfeleistungen übernommen – so gehört auch aktiver Umweltschutz zu ihren Aufgaben, beispielsweise die Eindämmung von Ölunfällen, die Beseitigung von ausgetretenen Chemikalien und Schutz vor gefährlichen Substanzen.

Spannende Fakten und Erfahrungen aus aller Welt

Über die Feuerwehren in aller Welt gibt es viele bemerkenswerte Besonderheiten zu berichten:

So besitzt das Fire Department in Livermore (USA) eine ganz besondere Glühlampe, die seit 1901 brennen soll – diese „Centennial Bulb“ hat sogar eine eigene Internetpräsenz, auf der Fans jeden Tag online nachsehen können, ob sie noch brennt und was so im Hintergrund passiert (das Bild der Webcam wird alle 30 Sekunden aktualisiert).

Die Feuerwehr in Pingyao (China) nutzte lange Zeit ein ganz besonderes Gefährt als Löschfahrzeug: Wenn es dort in einem Stadtviertel brannte, dessen Enge eigentlich nur ein Vorwärtskommen per Fuß zuließ, setzten die Brandbekämpfer auf ein wendiges Dreirad-Mofa, welches als Gepäck einen Wassertank mit sich führte.

Anderenorts setzt man noch heute auf spezielle Kleinstfahrzeuge: Die freiwilligen Feuerwehrleute und Sanitäter des New Yorker Hauptbahnhofs fahren mit Gefährten in der Größe von elektrisch betriebenen Gepäckkarren zum Einsatz – an Bord verfügen sie über eine umfangreiche Löschausrüstung bzw. technische und medizinische Ausstattung, selbstverständlich auch über Sirene und Lichtsignale.

Nicht von ungefähr heißt es ja oft „schnell wie die Feuerwehr“. In diesem Sinne ist man auf der deutschen Rennstrecke Nürburgring mit dem „Rapid Response“-Löschfahrzeug unterwegs, welches äußerlich einem Sportwagen gleicht – ein 486 PS starker „Nissan GT-R“ mit 50-Liter-Wassertank und Löschvorrichtung.

Als „coolste Feuerwehr der Welt“ gilt aber jene von Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten: Um sich nicht mit großen Fahrzeugen durch überfüllte Straßen quälen zu müssen, werden dort wie in einem „James-Bond“-Film Brände flink unter Einsatz von „Jet- Ski“ und „Jet-Pack“ bekämpft.

Als wohl berühmtester Feuerwehrmann gilt der Texaner Red Adair (1915-2004), der schon zu Lebzeiten zur Legende wurde, weil er brennende Ölquellen unter Einsatz größerer Mengen Dynamit löschte: Durch gezielte Sprengungen wurde so viel Sauerstoff verbraucht und damit dem Brand entzogen, dass auch ständig mit Brennstoff gespeiste Großfeuer zum Erlöschen gebracht werden konnten.

Beim Löschen eines Brandes in Darwin im Norden Australiens im Frühjahr 2017 hatte die Feuerwehr eine ungewöhnliche Begegnung im Garten des brennenden zweistöckigen Hauses: Sie trafen dort ein rund vier Meter langes, 70 Jahre altes Salzwasser-Krokodil an, welches unter dem Namen „Albert“ mit behördlicher Genehmigung als Haustier gehalten wurde. Obwohl das Gebäude fast vollständig ein Raub der Flammen wurde, zeigten sich die Rettungskräfte erleichtert, dass Hausbewohner und „Albert“ unverletzt blieben. Das Krokodil habe die Löscharbeiten „überhaupt nicht beeinträchtigt“, so der Bericht.

 

Wer sich über die Tätigkeit der Feuerwehr in Deutschland näher informieren möchte, hat die Möglichkeit, auf YouTube zwei Reportagen (ARD und ZDF) anzusehen:

„W wie Wissen“ (DAS ERSTE), 06.05.2013
Moderne Brandbekämpfung

„pur+“ (ZDF-tivi), 21.03.2017
Eric geht durchs Feuer

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