Das POLOLO-WebMagazin - der Kinderschuh-Blog made in Germany

playtime BERLIN 2018: Information und Diskussion über Naturleder und Nachhaltigkeit

POLOLO lud am Abschlusstag zum Frühstückstreffen mit Bloggerinnen, Pressevertretern und Kooperationspartnern

[Berlin, 30.01.2018] Die „play­time BERLIN“ fand dieses Jahr zum zweiten Mal statt – auch das Ber­liner Kinderschuh-Label POLOLO war wieder mit einem Stand, vom 23. bis 24. Januar 2018 im Palazzo Italia, Unter den Linden, ver­treten. Die Messe und der Saisonauftakt boten den passenden Rahmen für ein Frühstückstreffen am Abschlusstag mit Bloggerinnen, Pressevertretern und Kooperationspartnern im Café „Le­bensArt“ in der Nähe des Brandenburger Tores: POLOLOs Berliner Geschäfts­führerin Franziska Kunt­ze führte in die Thematik Natur­leder und Kinderschuhe ein, Heike Hess vom Internationalen Verband für Naturtextilien (IVN) berührte Aspekte nachhaltiger Kinderbekleidung und Kooperationspartnerin disana berichtete über ihr Unternehmen.

POLOLO = ökologische und  soziale Verantwortung + schönes Design

Franziska Kunt­ze blickte eingangs in die Unternehmensgeschichte von POLOLO zurück: Ökologisch hergestellte Kinderschuhe, Hausschuhe, Krabbelschuhe oder Lauflernschuhe, zu finden, die auch noch chic sind, hat sich damals als große Herausforderung herausgestellt, als Verena Carney und sie selbst als Mütter für ihre damals noch kleinen Kinder auf die Suche gingen. Daher haben sie zusam­men im Jahr 2003 POLOLO gegründet. Der Name ihres Unternehmens stammt aus dem chileni­schen Spanisch und bedeutet „fester Freund“ – denn das sollen die mit viel Liebe gestalteten POLO­LOs auch immer sein: Verlässliche Wegbegleiter für kleine und auch etwas größere Kinder, beim Lau­fen­lernen, Entdecken, Spielen und Toben…

Franziska betonte, dass POLOLO auch für den Anspruch steht, hohen Sozialkriterien zu genügen, Ar­beitsplätze in der eige­nen Manufaktur in Franken sowie am Berliner Firmensitz zu schaffen und das Know-how für die in Handarbeit produzierten Haus­schuhe (Made in Germany) zu erhalten und zu pflegen.

„Um all dies transparent zu machen, haben wir uns entschlossen, uns nach dem strengen IVN-Siegel für Naturleder zertifizieren zu lassen!“, so Franziska und erklärte kurz die transparente Lieferkette. Sie unterstrich, dass ein Teil der POLOLOs auch nach „BioKreis“ zertifiziert wurde und sämtliche PO­LOLO-Le­derschuhe aufgrund der Schadstoff­freiheit auch sehr gut für Aller­gi­ker geeignet sind – daher tragen sie das „ECARF“-Siegel für allergikerfreundliche Produkte.

Hautsympathisches Naturmaterial: Leder hat sich als seit Jahrtausenden bewährt

Franziska blickte weit in die Menschheitsgeschichte zurück: Leder gilt als eines der ältesten Beklei­dungsmaterialien – schon in seiner damaligen Urform hatte es bereits die noch heute so sehr ge­schätzten Eigenschaften wie Atmungsaktivität, Wasserdampf-Durchlässigkeit und Hautverträglich­keit; hinzu kommt seine schon vor Jahrtausenden ge­schätzte Schutzfunktion.

Sie erläuterte, dass es POLOLO aus Überzeugung ein Anliegen ist, lange Transportwege zu vermeiden und auf Chromgerbung zu verzichten. Zur Produktion der POLOLOs kommen deshalb ausschließlich pflanzlich gegerbte Leder in Frage. Auf eine Färbung des Leders könnte eigentlich verzichtet werden, da es aber die Kinder – und wohl auch ihre Eltern – meist eher bunt mögen, sollte man Folgendes wissen: Während die „Chromleder“ immer grau erscheinen und daher dann extra gefärbt werden müss­en, nehmen die für die POLOLOs verwendeten Leder gleich den Farbton des pflanzlichen Gerb­stoffs, z.B. Valonea-Eiche oder Tarafrucht, an. Außerdem kann POLOLO so auf eine Beschich­tung ver­zichten und den natürlichen Charakter dieses speziellen Materials erhalten. Franziska: „Schuhe aus Naturleder sind die beste Alternative zum gesunden Barfußlaufen – das Material schmiegt sich wie eine zweite Haut um die zarten Kinderfüße.“

Gute Kinderschuhe als Investition in die Fußgesundheit

Laufanfänger sollten möglichst barfuß bzw. geschützt durch ökologisch produzierte Lederpuschen ihre Fußmuskulatur trainieren. Franziska machte deutlich, dass der Kauf gesundheitsförderlicher Schuhe sich auszahlt, wenn man die möglichen Folgeschäden durch unpassende, mit Chemikalien be­han­delte Billigangebote einkalkuliert.

Sie erläuterte, dass Kinderfüße am Anfang ein durchaus rasantes Wachstum aufweisen könnten – im Durchschnitt einen Millimeter pro Monat. „Daher sollten Eltern regelmäßig prüfen, ob die Schuhe überhaupt noch passen, denn zu kleine Schuhe können Schäden verursachen!“, so ihr Rat. Bei POLO­LOs ist dies sehr einfach machbar: Die Sohle ist herausnehmbar bzw. lassen sich die Leder­puschen umdrehen.

Sie berichtete abschließend noch über den erfolgreichen Werdegang von POLOLO und über ihre er­freuliche Erfahrung, dass das Interesse an Schuhen aus schadstoffarmer Produktion weltweit er­kennbar zunimmt.

IVN-Qualitätszeichen als Leuchtturm für Hersteller, Händler und Endkunden

Heike Hess zeigte sich erfreut über die vielen Teilnehmer des Treffens und das erkennbar große In­teresse: „Das zeigt doch, dass das Thema Nachhaltigkeit bei Leder- und Textilprodukten einen hohen Stellen­wert hat, wie spannend und wichtig so ein thematischer Austausch für alle Seiten ist.“

Die sehr anspruchsvollen, glaubwürdigen IVN-Qualitätszeichen wie „NATURLEDER“ oder „BEST“ sol­len auf einen Blick zeigen, dass man ein besonderes Produkt in der Hand hält: „Bekleidung, die ohne die Umwelt zu belasten und ohne die Ausbeutung von Arbeitern hergestellt wurde“, so Heike. Die Ver­braucher könnten sich darauf verlassen, ein gesundes Produkt zu kaufen, und Händler sowie Pro­duzenten sicher sein, dass ihre zertifizierten Lieferanten hohe Umwelt- und Sozialstandards erfüllen.

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